Eniwa: Erfreuliches Geschäftsjahr 2020

26. April 2021

Eniwa konnte das Ergebnis im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern. Das operative Resultat von CHF 12,6 Mio. ist um 31,7% höher. Der Reingewinn von CHF 13,0 Mio. hat gegenüber der Vergleichsperiode um 3 Mio. zugenommen. Das Versorgungsgeschäft inklusive Produktion und Vertrieb profitierte von zeitweise günstigen Beschaffungskosten aber auch von tieferen Betriebs- und Verwaltungskosten und erzielte ein gutes Resultat. Auch das Dienstleistungsgeschäft konnte sich trotz erschwerten Umständen weiter verbessern.

Eniwa: Erfreuliches Geschäftsjahr 2020

Der Geschäftsbericht 2020 ist auch online verfügbar unter gb.eniwa.ch

  • Deutlich verbessertes Geschäftsergebnis
  • EBIT: CHF 12,6 Mio. (+31,7% zum Vorjahr)
  • Reingewinn deutlich höher: CHF 13,0 Mio. (+ CHF 3 Mio. zum Vorjahr)
  • Tieferer Energieabsatz aufgrund milder Temperaturen
  • Umsatzrückgang infolge tieferem Absatz und günstigen Beschaffungskosten
  • Einsparungen bei Betriebs- und Verwaltungskosten
  • Corona-Massnahmen deutlich spürbar im Dienstleistungsgeschäft
  • Baustellenschliessungen führten zu geringeren Investitionen im Vergleich zum Vorjahr

 

Der konsolidierte Umsatz sank 2020 um 5,3% auf CHF 150.3 Mio., hauptsächlich durch das milde Wetter, den tieferen Strom- und Gasabsatz und den tieferen Arbeitsanfall im Dienstleistungsbereich bedingt durch die Corona-Pandemie. Die tieferen Betriebskosten sind auch auf rückläufige Personalaufwendungen zurückzuführen. Der Personalbestand reduzierte sich aufgrund des Verkaufs der Produkteservices in Unterentfelden per Ende Jahr auf 297 FTE. Das Finanzergebnis im Pandemiejahr ist bemerkenswert. Auf den Wertschriften wurde nach heftigen Verwerfungen im ersten Quartal letztlich eine Rendite von 4,4% erzielt.

Der vom Bundesrat verordnete Lockdown im Frühling wie auch die verschärften Massnahmen ab November waren für Eniwa deutlich spürbar. Die durch die Geschäftsleitung getroffenen Massnahmen zielten darauf ab, die Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen und die Versorgung durchgängig sicherzustellen. Eniwa konnte erfreulicherweise sämtliche Aktivitäten in allen Geschäftsbereichen ohne wesentliche Einschränkungen fortführen.

Infolge der teilweisen Schliessungen der Baustellen im Frühling fiel die Investitionstätigkeit tiefer aus als geplant. Zudem wurde das alte Netzbauareal an der Erlinsbacherstrasse verkauft. Die Gesamtinvestitionen der Gruppe belaufen sich 2020 auf CHF 16,0 Mio. (Vorjahr CHF 32,3 Mio.).

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung am 20. Mai 2021 eine Dividende von CHF 20.- pro Aktie.

Produktion und Netze
Die Energieproduktion des Aarekraftwerks erreicht im Berichtsjahr 93,9 GWh, was 7,0% unter dem langjährigen Mittel liegt. Die Minderproduktion wurde durch die trockenen Monate im zweiten und dritten Quartal verursacht. Mit 46,4 GWh Wärme und 9,0 GWh Kälte konnte auch im vergangenen Jahr der Absatz der Wärme-/Kälte-Verbünde um weitere 8,2% ausgebaut werden.

Vertrieb Energie
Der kumulierte Stromabsatz beläuft sich auf 400,8 GWh, was 2,7% geringer ist als der Vorjahreswert. Dazu trug das milde Wetter mehr bei, als die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dank tiefer Beschaffungskosten im Bereich Gas konnte ein gutes Resultat im Gasgeschäft erreicht werden.

EnerCom
Mit dem Verkauf der Industriesparte Produkteservices konnte ein wichtiger Meilenstein in der Fokussierung des Bereichs erreicht werden. Der Geschäftsbereich konzentriert sein Engagement verstärkt in den Bereichen Kommunikation, Digitalisierung und erneuerbare Energielösungen. Letzterer erreichte im Berichtsjahr eine gute Auslastung und konnte den Nettoerlös steigern. Der Fokus auf Industrie-/Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude sowie Mehrfamilienhäuser und Areallösungen zeigt eine positive Entwicklung.

Elektroinstallationen
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machten sich im Geschäftsbereich Elektroinstallationen am stärksten bemerkbar. Der Bereich musste im Frühjahr Kurzarbeit beantragen, die Auslastung war im zweiten Quartal deutlich geringer. Das Resultat wird durch eine zusätzliche Rückstellung für ein Grossprojekt belastet. Trotz allem konnte sich der Bereich gegenüber Vorjahr leicht verbessern.

Ausblick
Eniwa arbeitet weiter an der Steigerung der operativen Ertragskraft. Die Fokussierung im Dienstleistungsgeschäft und die Neuausrichtung einzelner Teilbereiche tragen dazu bei. Der Neubau des Unterwerks Aarau, des Aarekraftwerks, der Biogas-Anlage Telli und der weitere Ausbau der Wärme- und Kälteversorgung bilden in den nächsten Jahren den Schwerpunkt des Investitionsprogramms und werden auf dem Weg zu einer nachhaltigen und CO2-freien Energieversorgung der Region wichtige Beiträge liefern.

Der Geschäftsbericht 2020 ist auch online verfügbar unter gb.eniwa.ch

21. ordentliche Generalversammlung der Eniwa Holding AG
Am 11. September 2020 hat der Bundesrat entschieden, die COVID-19 Verordnung 3 bis zum 31. Dezember 2021 zu verlängern. In Übereinstimmung mit dieser Verordnung hat der Verwaltungsrat der Eniwa Holding AG beschlossen, die ordentliche Generalversammlung vom 20. Mai 2021 ohne physische Anwesenheit der Aktionäre durchzuführen. Der Verwaltungsrat hat diesen Entscheid mit grossem Bedauern getroffen, erachtet diesen Schritt aber als einzige Möglichkeit, die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen. Die Sicherheit unserer Aktionäre und unserer Mitarbeiter geht vor.
Es besteht keine Möglichkeit, an der Versammlung anwesend zu sein. Entsprechend können Aktionäre ihre Rechte ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben.

Liefermengen und Produktion
Insgesamt lieferte Eniwa 1020 Gigawattstunden Energie mittels Strom-, Gas- und Wärme-/Kältenetze an die Kunden. Dabei wurden 892 Gigawattstunden von Eniwa geliefert, weitere 128 Gigawattstunden wurden von Drittanbietern über die Versorgungsnetze von Eniwa geliefert. Von den 1020 Gigawattstunden bestanden 588 Gigawattstunden aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Biogas oder Grund-wasserwärme. 120 Gigawattstunden wurden in Eniwa-eigenen Produktionsanlagen wie zum Beispiel dem Wasserkraftwerk Aarau, den eigenen Photovoltaikanlagen oder der Biogasanlage in Reinach oder Inwil produziert. Die restliche Energie wurde über die Beteiligungs- und Einkaufsgemeinschaften oder am Markt beschafft.