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Eniwa: Ergebnis Geschäftsjahr 2019

20. April 2020

Das Ergebnis der Eniwa Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Das operative Resultat von CHF 9,6 Mio. liegt um 11,8 Prozent höher und der Reingewinn von CHF 10,0 Mio. hat sich gegenüber der Vergleichsperiode mehr als verdoppelt. Das Versorgungsgeschäft inklusive Produktion und Vertrieb profitierte vom eher kühlen Frühling aber auch von tieferen Betriebs- und Verwaltungskosten und erzielte ein gutes Resultat. Weiterhin herausfordernd bleibt das Dienstleistungsgeschäft.

Eniwa: Ergebnis Geschäftsjahr 2019

Der Geschäftsbericht 2019 ist auch online verfügbar unter gb.eniwa.ch

  • Deutlich verbessertes Geschäftsergebnis
  • EBIT: CHF 9,6 Mio. (+11,8% zum Vorjahr)
  • Reingewinn mehr als verdoppelt: CHF 10 Mio. (+156% zum Vorjahr)
  • Reduzierte Investitionskosten
  • Tiefere Betriebs- und Verwaltungskosten
  • Weiterhin herausforderndes Dienstleistungsgeschäft

Der konsolidierte Umsatz der Eniwa Gruppe beträgt CHF 158,8 Mio., was einer Zunahme von CHF 4,7 Mio. oder 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist hauptsächlich auf den gesteigerten Absatz im Energiegeschäft zurückzuführen. Die aufgrund der Investitionstätigkeit gestiegenen Abschreibungen und leicht höhere Personalkosten führen zu einem operativen Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 9,6 Mio. (Vorjahr: CHF 8,6 Mio.). Das Finanzergebnis 2019 ist aussergewöhnlich. Auf den Wertschriften wurde eine sehr hohe Rendite von 16,4 Prozent erzielt, was zu einem positiven Finanzerfolg von CHF 3,0 Mio. führte.

Die Investitionstätigkeit fiel im Geschäftsjahr mit CHF 32,2 Mio. deutlich geringer aus als im Vorjahr (CHF 44,1 Mio.). Neben der generellen Netzerneuerung und -erweiterung in den Bereichen Strom, Gas und Wasser wurde auch der Ausbau des Wärme-/Kältenetzes vorangetrieben und in den Bau des Wasserreservoirs Gönhard investiert.

Der Netzbezug Strom fiel mit 514,7 GWh 1.7 GWh tiefer aus als im Vorjahr. Beim Gas lag der Netzbezug bei 488.5 GWh, rund 12.8 GWh höher als im Vorjahr.

Der Mitarbeiterbestand betrug Ende 2018 327 Vollzeit-Mitarbeitende. Im Laufe des Jahres reduzierte er sich infolge Pensionierungen und Abgängen auf 307 Vollzeit-Mitarbeitende. In der Besetzung des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung gab es während des Berichtsjahrs keine Veränderungen.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung am 14. Mai 2020 eine Dividende von CHF 17.10 pro Aktie.

Produktion und Netze
Das Wasserkraftwerk produzierte im Berichtsjahr 99,3 Gigawattstunden (GWh) Strom. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 4,2 Prozent. Dies ist insbesondere auf die hohe Wasserführung im 4. Quartal zurückzuführen.

Der Aufbau des Wärme-/Kältenetzes wurde weiter vorangetrieben. Mit 43,7 GWh Wärme und 7,6 GWh Kälte stieg der Absatz um rund 15 Prozent gegenüber Vorjahreswert. Mit der Inbetriebnahme des sechsten Wärmeverbundes «Goldern», konnte im Oktober 2019 eine wichtige Etappe der Fernwärme-Erschliessung in Aarau fertiggestellt werden.

Erfreulich entwickelte sich auch das netznahe Dienstleistungsgeschäft, welches beispielsweise Stationenbau, Engineering-Dienstleistungen und Betriebsführungen umfasst.

Vertrieb Energie
Insgesamt legte der Nettoerlös aus dem Energiegeschäft leicht zu. Der kumulierte Stromabsatz beläuft sich auf 423,5 GWh, was 6,1 Prozent geringer ist als im Vorjahr und aus dem Verlust einiger marktberechtigter Grosskunden herrührt. Der Gasabsatz konnte um 3,3 Prozent auf 447,4 GWh gesteigert werden.

EnerCom
Im Geschäftsbereich EnerCom sind die Aktivitäten in den Bereichen Telekommunikation, IT, erneuerbare Energien und Produkteservices zusammengefasst. Mit der Fusion der Holinger Solar AG per 1. Januar 2019 fokussierte die Eniwa AG ihre Produkte und Services im Bereich der erneuerbaren Energien weiter. Der Bereich konnte sich mit innovativen Dienstleistungen rund um den Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) positiv entwickeln. Weiter baut Eniwa ihr Glasfasernetz laufend aus und erfreut sich zunehmenden Interesses der Kunden an Internet-, Housing- und VoIP-Dienstleistungen.

Elektroinstallationen
Nach mehreren sehr positiven Jahren schloss der Bereich Elektroinstallationen im Jahr 2018 mit einem Umsatzrückgang und einem negativen Ergebnis ab. Das Installationsgeschäft stand auch im Berichtsjahr 2019 unter verschärftem Wettbewerbsdruck und konnte bei einem leicht tieferen Umsatz das Ergebnis nicht verbessern. Das Resultat wird durch Rückstellungen in einem Grossprojekt im Segment Gewerbebau zusätzlich getrübt.

Ausblick
Eniwa wird weiter an der stetigen Umsetzung der Unternehmensstrategie und der Steigerung der operativen Ertragskraft arbeiten. Die Fokussierung im Dienstleistungsgeschäft trägt dazu bei. Der Schwerpunkt bei den Investitionen liegt in den nächsten Jahren bei der Versorgungssicherheit, dem Ausbau der erneuerbaren Wärme- und Kälteversorgung und der Erneuerung des Aarekraftwerks. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Weiterentwicklung zum regionalen Energiedienstleister stehen im Fokus der Eniwa Gruppe. Am 16. März 2020 rief der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiegesetz aus. Aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, ist mit noch nicht abschätzbaren, erheblichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeiten der Eniwa AG im Jahr 2020 zu rechnen.

20. ordentliche Generalversammlung der Eniwa Holding AG
Die aktuelle Lage rund um das Corona-Virus (COVID-19) und die vom Bundesrat verordneten Massnahmen zur Bekämpfung der ansteckenden Krankheit, haben Eniwa dazu veranlasst, für die bevorstehende Generalversammlung besondere Massnahmen zu treffen.

Der Bundesrat hat in seiner Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus (COVID-19) [COVID-19-Verordnung 2] vom 16. März 2020 unter anderem ein Versammlungsverbot verfügt. Aufgrund der ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit COVID-19 hat der Verwaltungsrat der Eniwa Holding AG entschieden, dass die ordentliche Generalversammlung vom 14. Mai 2020 gestützt auf Art. 6a Abs. 1 lit. b der COVID-19-Verordnung 2 unter Ausschluss einer physischen Teilnahme von Aktionärinnen und Aktionären durchgeführt werden wird. Die Aktionärinnen und Aktionäre lassen ihre Rechte an der GV ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter, Herr lic. iur. Markus Läuffer, Rechtsanwalt, Binder Rechtsanwälte KLG, Langhaus am Bahnhof, 5401 Baden, ausüben.

Eniwa dankt den Aktionärinnen und Aktionären für ihr Verständnis und freut sich darauf, sie im nächsten Jahr wieder persönlich an der Generalversammlung begrüssen zu dürfen.

Liefermengen und Produktion
Insgesamt lieferte Eniwa 1055 Megawattstunden Energie mittels Strom-, Gas- und Wärme-/Kältenetze an die Kunden. Dabei wurden 922 Megawattstunden von Eniwa geliefert, weitere 133 Megawattstunden wurden von Drittanbietern über die Versorgungsnetze von Eniwa geliefert. Von den 1055 Megawattstunden bestanden 601 Megawattstunden aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Biogas oder Grund-wasserwärme. 124 Megawattstunden wurden in Eniwa-eigenen Produktionsanlagen wie zum Beispiel dem Wasserkraftwerk Aarau, den eigenen Photovoltaikanlagen oder der Biogasanlage in Reinach oder Inwil produziert. Die restliche Energie wurde über die Beteiligungs- und Einkaufsgemeinschaften oder am Markt beschafft.