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Gutes Ergebnis trotz geringerer Absatzmenge

08. November 2016

Geschäftsergebnis 3. Quartal 2016 der IBAarau Gruppe

Gutes Ergebnis trotz geringerer Absatzmenge

Das operative Ergebnis der IBAarau Gruppe nach neun Monaten beträgt 11,5 Mio. Franken und erreicht damit das Niveau des guten Vorjahres. Infolge der warmen Witterung sank die Absatzmenge von Strom und Gas im Versorgungsgebiet um bis zu 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dank der vorteilhaften Beschaffungssituation an den Energiemärkten konnte dennoch ein positives Ergebnis erzielt werden. Aufgrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten und den wegfallenden Einkünften aus der Alpiq-Beteiligung resultiert ein Reingewinn von 7,9 Mio. Franken, der damit 0.9 Mio. Franken unter dem Vorjahreswert von 8,8 Mio. Franken liegt.

Weiterhin wird rege in den Ausbau des Wärme- und Kältenetzes in Aarau investiert. Die Wärmezentralen Kasino und Torfeld sind in Betrieb und das Leitungsnetz wird laufend erweitert. Wer mit dem Zug aus Richtung Zürich in Aarau einfährt, sieht auf der linken Seite wie der Neubau des IBAarau Bürogebäudes mit Werkhof langsam in die Höhe wächst. Der Bezug des Neubaus ist auf Ende 2017 terminiert.

Geringerer Strom- und Erdgasabsatz

Der Energieabsatz im dritten Quartal war temperaturbedingt bei Strom und Erdgas unter dem Vorjahresquartal. Innerhalb der gesamten neun Monate bis zum 30. September ist der Rückgang weniger deutlich. Der kumulierte Energieabsatz liegt mit 318,9 Gigawattstunden (GWh) 7,3 Prozent unter dem Vorjahr. Der Erdgasabsatz weist mit 302,7 GWh gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 9,1 Prozent auf. Die Erträge aus der Netznutzung für Strom und Gas sind ebenfalls leicht rückläufig. Durch eine verbesserte Marktbeschaffung bei Energie und Erdgas konnte der Einfluss der geringeren Umsätze auf das operative Ergebnis jedoch kompensiert werden.

Grosse Nachfrage nach Fernkälte

Aufgrund der warmen Temperaturen in den Sommermonaten war Fernkälte speziell gefragt. Der Absatz übertraf die Erwartungen markant. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Umsätze von Wärme und Kälte durch die Inbetriebnahme der Energiezentrale Torfeld vervielfacht.

Eigenes Wasserkraftwerk mit hoher Stromproduktion

Das eigene Wasserkraftwerk produzierte bis zum 30. September mit 84,0 GWh 7,7 Prozent mehr als im Vor­jahr und deutlich über dem langjährigen Mittel. Die Produktion von Solarenergie liegt nach neun Monaten bei 1,0 GWh.

Elektroinstallationsgeschäft zieht an

Der Bereich Elektroinstallationen erreichte in den ersten neuen Monaten die hohe Auslastung des Vorjahres nicht. Die Aussichten für die verbleibenden drei Monate und das kommende Geschäftsjahr sind deutlich besser.

Negative Renditen aus Wertschriftenanlagen

Die Finanzmärkte waren aufgrund der bestehenden Unsicherheiten weiterhin volatil. Das 3. Quartal zeich­nete sich durch eine leichte Erholung der Aktienmärkte und eine Stabilisierung bei den Obligationen aus. Somit konnten die im ersten Halbjahr angefallenen Verluste zum Teil kompensiert werden. Mit den ausfallenden Einkünften aus der Direktbeteiligung an der Alpiq im laufenden Jahr resultiert ein negatives Finanzergebnis, mit welchem auch für das laufende Geschäftsjahr zu rechnen ist.

Ausblick

Die IBAarau ist mit ihrem breiten Dienstleistungs- und Produkteangebot sehr gut aufgestellt, um sich weiter­hin positiv zu entwickeln. Auch für das letzte Quartal wird ein gutes operatives Ergebnis erwartet, welches auf Vorjahresniveau liegen dürfte.

Langfristige Versorgungssicherheit und Wertschöpfung

Die IBAarau Gruppe ist ein regional verankertes Energie-Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Aarau. Das Unternehmen bietet breite Versorgungs- und Installationsdienstleistungen, die der Region mit rund 30 Gemeinden langfristig Versorgungssicherheit und Wertschöpfung bringen. Das Angebot umfasst unter anderem Strom, Erdgas, Wärme/Kälte, Wasser, Telekommunikation, Energiedienstleistungen und Elektroin­stallationen. Die IBAarau beschäftigt 330 Mitarbeitende und bildet über 50 Lernende aus. Ihre Innovations­kraft setzt sie für die Entwicklung von markt- und umweltgerechten Lösungen im Versorgungs- und Gebäu­detechnikbereich ein.