Jahresergebnis 2021 der Eniwa AG liegt deutlich über dem Vorjahr

29. April 2022

Sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Reingewinn kann die Eniwa AG auf ein sehr erfolgreiches 2021 zurückblicken. Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr auf über CHF 162 Millionen (2020: CHF 150,3 Millionen) gesteigert werden. Insgesamt wurden über die Verteilnetze von Eniwa 1’090 Millionen Kilowattstunden Energie in Form von elektrischem Strom, Gas sowie Wärme und Kälte geliefert. Und mit einem Reingewinn von CHF 16,2 Millionen (2020: CHF 13 Millionen) liegt das Ergebnis deutlich über dem Vorjahr.

Jahresergebnis 2021 der Eniwa AG liegt deutlich über dem Vorjahr

Die Entwicklungen der Strom- und Gaspreise im letzten Quartal und die nur teilweise Weitergabe der Mehrkosten an die Kundinnen und Kunden haben zu einem operativen Ergebnis knapp über Vorjahresbasis geführt. Sowohl die Energielieferungen als auch der Ertrag konnten im deutlich kühleren 2021 um über 20 Prozent gesteigert werden.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung am 19. Mai 2022 eine Dividende von CHF 20.- pro Aktie.

Produktion und Netze
Die Stromproduktion des Wasserkraftwerks an der Aare lag mit 90 GWh nochmals tiefer als im Vorjahr. Mit Ausnahme der Hochwassersituation im Sommer lag die Wasserführung im 2021 deutlich tiefer als im Durchschnitt der letzten Jahre. Bei der Photovoltaik-Produktion wurden insgesamt 6,6 GWh ins Netz zurückgespeist. Die Photovoltaik-Produktion mit Eniwa Anlagen betrug 1.9 GWh. Bei der Fernwärme konnte die Produktion von 46 auf 59 GWh, bei der Fernkälte von 9 auf 10 GWh gesteigert werden. Die Produktion von Biogas in den Anlagen SwissFarmerPower Inwil und auf der ARA Reinach konnte auf 10.3 GWh ausgebaut werden (Vorjahr 9.8 GWh).

Vertrieb Energie
Insgesamt konnten 955 GWh Energie über die Netze geliefert werden. Bei der Gaslieferung von 505 GWh betrug der erneuerbare Anteil insgesamt 15 Prozent, beim Strom (381 GWh) war der Anteil 98 Prozent und beim Medium Wärme/Kälte (69 GWh) 94 Prozent.

EnerCom
Durch die Konzentration auf den Geschäftsbereich der digitalen Angebote (Fiber, Telekom, IT) konnte die Neukundenbasis erfolgreich erweitert werden Die Abteilung Erneuerbare Energien wird mit der EnerCom Portfoliofokussierung ab 2022 im Bereich Elektro weitergeführt.

Elektroinstallationen
Im Bereich Elektroinstallation wurde das Vorjahr gut übertroffen. Die Auslastung war in allen Bereichen spürbar besser als im Vorjahr. Alle grösseren Projekte konnten positiv abgeschlossen werden.

Investitionen von CHF 32 Millionen in die Netzinfrastruktur sowie Produktionsanlagen getätigt
Im 2021 wurden diverse Investitionen in den Unterhalt und die Erneuerungen der Netzinfrastruktur getätigt. Hinter den Kosten von CHF 24,2 Millionen verbergen sich Investitionen allein in den Erhalt aber auch in den Ausbau im Bereich Fernwärme/-kälte oder auch in den Neubau des Trinkwasserreservoirs Gönhard, welches 2021 fertiggestellt wurde. Weiter wurden als erste Etappe der Kraftwerkserneuerung für das neue Dotierkraftwerk beim Wehr in Schönenwerd CHF 4 Millionen investiert.

Ausblick
Kurz- und mittelfristig rechnet Eniwa mit einer deutlichen Erhöhung der Energiepreise sowohl für die Kunden im Markt wie auch bei der Grundversorgung, wobei sich die Preissteigerung in der Grundversorgung im Bereich Strom erst ab 2023 zeigen wird. Hinsichtlich der Versorgungssicherheit (Strom und Gas) beurteilt Eniwa die Lage infolge des Ukraine-Krieges als sehr herausfordernd.  

Eniwa setzt den Wandel in der Energieversorgung Schritt für Schritt um. Dabei ist es ein grosses Anliegen, alle Herausforderungen und Einschränkungen in Einklang mit den Kundenanforderungen zu bringen. Mit den diversen Projekten wie dem neuen Wasserkraftwerk, dem Unterwerk Aarau, dem Energiewerk Telli, der Energiezentrale KSA und weiteren wird Eniwa in den nächsten Jahren diverse wichtige Investitionen in den Umbau der Versorgung, in die Dekarbonisierung und in die regionale Versorgungssicherheit tätigen.

Alle Informationen zum Jahresabschluss finden Sie unter gb.eniwa.ch.