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Wasserqualität

Trinkwasser Qualität

Trinkwasser: ein kostbares Gut

Das Eniwa Trinkwasser ist reines Grundwasser und wird aus dem Suhre- und Aare-Grundwasserstrom gefördert und unbehandelt ins Versorgungsnetz eingespeist. Das Trinkwasser von Eniwa ist von hoher Qualität. Dies bestätigt regelmässig das kantonale Amt für Verbraucherschutz (AVS), welches jährlich über 70 Trinkwasserproben im Eniwa Verteilnetz durchführt.

Wasserhärte, Nitrat, Herkunft und Behandlung
Eniwa ist als Trinkwasserversorger dazu verpflichtet, die Qualität des gelieferten Trinkwassers zu überwachen. Die Messwerte der Beprobungen werden vorschriftsgemäss einmal jährlich durch Eniwa auf der nationalen Website www.wasserqualitaet.ch publiziert. Auf dieser Informationsplattform der Wasserbranche finden Sie ausführliche Analyseergebnisse.

trinkwasser.ch

Chlorothalonil

Chlorothalonil ist ein Pestizid-Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er-Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Er wird vor allem im Anbau von Getreide, Gemüse, Wein und Zierpflanzen eingesetzt. In der Vergangenheit wurden in der Schweiz jährlich rund 30 Tonnen Chlorothalonil eingesetzt. Dieser Stoff sickerte durch den Untergrund, und heute können seine Abbauprodukte (sogenannte Metaboliten) auch im Trinkwasser in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen werden.

Mitte Juni 2019 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitgeteilt, dass Abbauprodukte von Chlorothalonil, welches in Pflanzenschutzmitteln zu finden ist, ab einer grösseren Menge, gesundheitsschädlich sein können. Daraufhin wurde das Gefahrenpotential neu eingeschätzt und eine maximale Konzentration für den Stoff festgelegt, nach welchem zuvor bei periodischen Trinkwasserproben nicht gesucht wurde. Der neu zulässige Höchstwert für Chlorothalonilrückstände im Trinkwasser wurde auf 0,1 µg/l (0,1 Millionstel Gramm pro Liter) festgelegt.

Diese Neubeurteilung erfolgte aufgrund neuer toxikologischer Erkenntnisse der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA). Zuvor galten die Abbauprodukte von Chlorothalonil, welche sich bereits seit Jahrzehnten im Trinkwasser befinden, als unproblematisch und wurden deshalb bei Trinkwasseruntersuchungen nicht mit einbezogen.

Per 1. Januar 2020 hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) den Einsatz von Chlorothalonil in der Schweiz verboten. Mit diesem Verbot werden neu alle Abbauprodukte als relevant eingestuft.

Eine Zusammenfassung:

  • Das von Eniwa an die Kundinnen und Kunden gelieferte Trinkwasser kann bedenkenlos und ohne Einschränkungen konsumiert werden. Es stellt keinerlei Gefahr dar, weder für Mensch noch für Tier.
  • Höchstwertüberschreitung heisst nicht, dass wir ein gesundheitliches Problem beim Wasserkonsum haben. Wir trinken es bereits seit über 40 Jahren so (Chlorothalonil-haltige Pflanzenschutzmittel sind seit den 1970er-Jahren im Einsatz). Trotzdem ist die Höchstwertgrenze wichtig, damit geeignete Massnahmen auf technischer und politischer Ebene ergriffen werden, um die Belastung mittelfristig zu beheben. Die Höchstwerte für die Chlorothalonil-Metaboliten im Trinkwasser sind als tief angesetzte Vorsorgewerte zu taxieren, nicht als toxikologisch begründete scharfe Maximalwerte.
  • Die Verschmutzung stammt aus der Landwirtschaft, das Pestizid ist inzwischen verboten. Die Belastung wird allmählich abnehmen.
  • Kantone, Wasserversorger und Fachverbände arbeiten an Lösungen. Das braucht Zeit. Kostenintensive Investitionen sind fundiert zu prüfen und vorzubereiten.

Unbedenkliche Befunde
Eniwa ist als Trinkwasserversorger dazu verpflichtet, die Qualität des gelieferten Trinkwassers sicherzustellen. Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) hatte bereits im April 2019 Trinkwasser aus dem Verteilnetz von Eniwa auf diesen Stoff getestet. Diese Beprobungen ergaben unbedenkliche Befunde mit Chlorothalonilrückstandswerten unter dem zulässigen Höchstwert. Das bedeutet, das Trinkwasser kann ohne Einschränkungen konsumiert werden. Zusätzlich zu den periodischen Eigenkontrollen wurden im Rahmen der Selbstkontrolle auch Sonderbeprobungen auf Chlorothalonil-Rückstände im Trinkwasser gemacht. Die Messresultate der einzelnen Proben finden Sie untenstehend als Download.

Grundwasserpumpwerke Rohr 2 und 3
Die beiden sich im Aaregrundwasser befindlichen Grundwasserfassungen weisen eine unproblematische Wasserqualität auf. Bei den Kontrollmessungen war Chlorothalonilsulfonsäure in beiden Fassungen nachweisbar, die Konzentration lag aber deutlich unter dem Höchstwert.

Grundwasserpumpwerk Brüelmatten
Im Grundwasserleiter des Suhrentals befindet sich ein Pumpwerk mit fünf Grundwasserbrunnen. In einzelnen Proben aus diesem Pumpwerk lag die Konzentration von Chlorothalonilsulfonsäure über dem Höchstwert, wobei es sich nur um eine geringfügige Überschreitung handelte. Mehrere weitere Proben aus den einzelnen Fassungen ergaben Konzentrationen unter dem Höchstwert. Obwohl das an die Kundinnen und Kunden gelieferte Trinkwasser, welches aus Mischwasser der verschiedenen Fassungen besteht, jederzeit eine bedenkenlose Qualität aufwies, entschied sich Eniwa zur temporären Ausserbetriebsetzung der entsprechenden Fassung und weiteren Messungen und Analysen.

  1. Zusammenstellung Messergebnisse Chlorothalonil (122.1 kB)

Schutz der Trinkwasserqualität hat oberste Priorität

Das Amt für Verbraucherschutz bestätigt: Alle Trinkwasserproben aus dem Verteilnetz von Eniwa wiesen eine unproblematische Qualität auf. Das an die Kundinnen und Kunden gelieferte Mischwasser wies zu keiner Zeit einen zu hohen Wert aus. Das Aarauer «Hahnenburger» kann weiterhin bedenkenlos und ohne Einschränkungen getrunken werden.

Eniwa nimmt die Chlorothalonilrückstandsthematik sehr ernst und nimmt die Belastung mit Sorge zur Kenntnis. Für die Wasserversorger ist die Belastungssituation nicht überraschend, da die Metaboliten an verschiedenen Orten bereits im Trinkwasser nachgewiesen wurden. Die aktuellen gesetzlichen Vorgaben können den vorsorglichen Schutz der Trinkwasser-Ressourcen offensichtlich nicht gewährleisten. Gemeinsam mit dem Amt für Verbraucherschutz führt Eniwa regelmässig weitere Beprobungen an den Pumpwerken und an unterschiedlichen Verbrauchsstellen durch.