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Der Fussweg entlang des Aare-Kanals beim Aarauer Wasserkraftwerk bleibt erhalten

23. August 2018

Im Rahmen der Konzessionserneuerung für das Wasserkraftwerk in Aarau wurde der Konzessionärin Eniwa unter anderem die Bedingung gestellt, das öffentliche Wegnetz an der Aare sicher zu stellen. Die Aarauer BNO-Revision hat auf diese Konzessionsauflage keinen Einfluss.

Der Fussweg entlang des Aare-Kanals beim Aarauer Wasserkraftwerk bleibt erhalten

Die Konzessionärin Eniwa hat ihre Verkehrsanlagen, die für den Betrieb des Wasserkraftwerks notwendig sind oder dem Publikum offenstehen, während der ganzen Konzessionsdauer in gutem und betriebsfähigen Zustand zu halten. Dies wurde in der neuen Konzession festgelegt, welche per 1.1.2018 in Kraft getreten und bis zum 31.12.2085 gültig ist. Einzige Ausnahme bildet der bewilligte Teilrückbau des Mitteldammes für den geplanten Neubau des Wasserkraftwerks. Der Fussweg entlang des Aare-Kanals bleibt somit bestehen, unabhängig von der Aarauer BNO-Revision; gemäss Projektentwurf des neuen Unterwerks soll der Weg am Kanalufer sogar verbreitert werden.

Energieeffiziente und günstige Wohnungen an der Erlinsbacherstrasse geplant

Die Altbauten an der Erlinsbacherstrasse sollen durch günstige und energieeffiziente Wohnbauten ersetzt werden. Damit wird der Städteverdichtung mit Wohnraum für alle Einkommensgruppen und auch der ursprünglichen Gebäudenutzung für die Kraftwerksmitarbeiter Rechnung getragen. Sowohl die heutige Zonierung wie auch die in der neuen Nutzungsplanung angedachte Zonierung lässt die beabsichtigte Nutzung und Dichte zu. Die Landbesitzerin Eniwa wird das Land im Baurecht abgeben.

Rechtzeitiger Baustart für das geplante Unterwerk wichtig für die Aarauer Stromversorgung

Um die Stromversorgung während des geplanten Neubaus vom Flusswasserkraftwerk an der Aare sicherstellen zu können, müssen in der neuen Energiezone entlang der Erlinsbacherstrasse das neue Unterwerk Aarau erstellt und sämtliche heute im Kraftwerk eingebauten Schaltanlagenkomponenten verlegt werden. Erst nach der Inbetriebnahme der neuen Schaltanlage kann mit dem Rückbau des heutigen Wasserkraftwerks begonnen werden.

Erneuerte Konzession: Wirtschaft und Umwelt gehen Hand in Hand

Mit der erneuerten Konzession, die 2018 in Kraft getreten ist und für 68 Jahre gelten wird, sind die Rahmenbedingungen für den Kraftwerksbetrieb nicht nur hinsichtlich der Umweltthematik den neuesten Erkenntnissen angepasst worden, sondern auch in Bezug auf die sich verändernden Bedürfnisse, die sich für die Bevölkerung aus der Beanspruchung des Raums entlang der Staustrecke als Naherholungsgebiet ergeben. Mit insgesamt rund 30 vorgesehenen Massnahmen zugunsten der Umwelt und mit einer ganzen Reihe von technischen Optimierungen konnte damit bei der Projektierung das, was üblicherweise zu Zielkonflikten führt, erfolgreich überwunden werden: Die Produktion von einheimischer, erneuerbarer Energie kann gesteigert werden, ohne dass dabei die Umwelt Schaden nimmt – im Gegenteil. Neu zu schaffende, naturnahe Stillgewässer werden in Zukunft das Landschaftsbild entlang der Staustrecke prägen, dem Altlauf der Aare wird eine höhere Restwassermenge zugeführt, Fische erhalten neue, dem Stand der Technik angepasste Auf- und Abstiegshilfen – und trotzdem kann die Stromproduktion gesteigert werden.

Für die Änderungen und Anpassungen liegen alle notwendigen Bewilligungen aus dem Konzessionsprojekt vor. Aufgrund neuer Erkenntnisse zur Fischabstiegsthematik wird das Hauptkraftwerk derzeit nochmals überarbeitet und den neusten Anforderungen entsprechend angepasst. Diese Anpassungen werden nach den Herbstferien vorgestellt und unterliegen nochmals einem Mitsprache- und Bewilligungsverfahren.