zum Hauptinhalt

Eniwa setzt sich für die einwandfreie Trinkwasserqualität ein

17. Oktober 2019

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) stuft Rückstände des Fungizides Chlorothalonil neu als «relevant» ein. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Verbraucherschutz hat Eniwa in ihrem Trinkwasserverteilnetz Proben entnommen und analysiert. Diese Proben bestätigen die einwandfreie Qualität des gelieferten Trinkwassers, zeigen jedoch auch Qualitätsunterschiede auf.

Eniwa setzt sich für die einwandfreie Trinkwasserqualität ein

Mitte Juni 2019 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitgeteilt, dass Abbauprodukte von Chlorothalonil, welches in Pflanzenschutzmitteln zu finden ist, ab einer grösseren Menge, gesundheitsschädlich sein können. Daraufhin wurde das Gefahrenpotential neu eingeschätzt und eine maximale Konzentration für den Stoff festgelegt, nach welchem zuvor bei periodischen Trinkwasserproben nicht gesucht wurde. Der neu zulässige Höchstwert für Chlorothalonilrückstände im Trinkwasser wurde auf 0,1 µg/l (0,1 Millionstel Gramm pro Liter) festgelegt. In der EU ist das Fungizid ab 2020 nicht mehr erlaubt. In der Schweiz wurde zwar neu ein zulässiger Höchstwert eingeführt, jedoch erfolgte bislang kein Verbot des hochgiftigen Fungizids – der eigentlichen Ursache für Chlorothalonilrückstände im Trinkwasser.

Eniwa ist als Trinkwasserversorger dazu verpflichtet, die Qualität des gelieferten Trinkwassers sicherzustellen.
Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) hatte bereits im April 2019 Trinkwasser aus dem Verteilnetz von Eniwa auf diesen Stoff getestet. Diese Beprobungen ergaben einwandfreie Befunde mit Chlorothalonilrückstands-werten deutlich unter dem zulässigen Höchstwert.

Sonderbeprobungen
Zur Überwachung der Trinkwasserqualität wurden in Abstimmung mit dem Amt für Verbraucherschutz weitere Sonderbeprobungen im September durchgeführt. Diese zeigten unterschiedliche Qualitäten des Trinkwassers auf:

Grundwasserpumpwerke Rohr 2 und 3
Die beiden sich im Aaregrundwasser befindlichen Grundwasserfassungen weisen eine einwandfreie Wasserqualität auf. Bei den Kontrollmessungen war Chlorothalonilsulfonsäure in beiden Fassungen nachweisbar, die Konzentration lag aber deutlich unter dem Höchstwert.

Grundwasserpumpwerk Brüelmatten
Im Grundwasserleiter des Suhrentals befindet sich ein Pumpwerk mit fünf Grundwasserbrunnen. In einzelnen Proben aus diesem Pumpwerk lag die Konzentration von Chlorothalonilsulfonsäure über dem Höchstwert, wobei es sich nur um eine geringfügige Überschreitung handelte. Mehrere weitere Proben aus den einzelnen Fassungen ergaben Konzentrationen unter dem Höchstwert. Obwohl das an die Kundinnen und Kunden gelieferte Trinkwasser, welches aus Mischwasser der verschiedenen Fassungen besteht, jederzeit eine einwandfreie Qualität aufwies, entschied sich Eniwa zur temporären Ausserbetriebsetzung der entsprechenden Fassung und weiteren Messungen und Analysen.

Schutz der Trinkwasserqualität hat oberste Priorität
Das Amt für Verbraucherschutz bestätigt: Alle Trinkwasserproben aus dem Verteilnetz von Eniwa wiesen eine einwandfreie Qualität auf. Das an die Kundinnen und Kunden gelieferte Mischwasser wies zu keiner Zeit einen zu hohen Wert aus. Das Aarauer «Hahnenburger» kann weiterhin bedenkenlos getrunken werden.

Eniwa nimmt die Chlorothalonilrückstands-Thematik sehr ernst und führt, gemeinsam mit dem Amt für Verbraucherschutz, regelmässige weitere Beprobungen an den Pumpwerken und an unterschiedlichen Verbrauchsstellen durch. Damit wird die Situation unter Beobachtung gehalten und im Rahmen der Selbstkontrolle sichergestellt, dass die Anforderungen bezüglich Chlorothalonilrückstände im abgegebenen Trinkwasser stets eingehalten sind. Klar ist: Die Trinkwasserressourcen müssen stärker vor schädlichen Fremdstoffen aus Landwirtschaft und Haushalt / Gartenbau geschützt werden. Nur so kann Eniwa auch weiterhin unbehandeltes und damit auch sehr preiswertes Grundwasser als wichtigstes Lebensmittel zu den Kundinnen und Kunden liefern.

Eniwa fordert einen stärkeren Schutz der Grundwasserzonen sowie ein generelles Verbot von Pestiziden und Fungiziden, welche selbst bei sehr geringer Konzentration für eine einwandfreie Trinkwasserversorgung nicht länger tragbar sind.