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Verteuerte Strombeschaffung aufgrund geringer Wassermenge, gut laufendes Wärme- und Installationsgeschäft

30. August 2017

Geschäftsergebnis 2. Quartal 2017 der IBAarau Gruppe

Verteuerte Strombeschaffung aufgrund geringer Wassermenge, gut laufendes Wärme- und Installationsgeschäft

Das operative Ergebnis der IBAarau Gruppe im ersten Halbjahr 2017 beträgt 5,9 Mio. Franken und liegt damit unter dem sehr guten Vorjahr (9,7 Mio. Franken). Hauptursache für das tiefere Ergebnis sind höhere Strombeschaffungskosten, sowie eine niedrige Eigenproduktion. Das Wärmegeschäft übertraf dank einem hohen Gasabsatz und rückläufigen operativen Kosten die Erwartungen. Durch die erfreuliche Performance der Finanzanlagen resultierte ein positives Finanzergebnis. Der Reingewinn liegt mit 5,9 Mio. Franken nur leicht hinter dem Vorjahreswert von 6,4 Mio. Franken.

Die Investitionstätigkeit ist weiterhin hoch. Mit dem Neubau des Bürogebäudes und des Gönhard-Wasserreservoirs, dem Ausbau des Wärme- und Kältenetzes in der Stadt Aarau sowie der bevorstehenden Erneuerung des Aare-Wasserkraftwerks beeinflussen mehrere Grossprojekte das Finanzergebnis. Die getätigten Investitionen betrugen im ersten Halbjahr knapp 40 Mio. Franken. Mit dem Erwerb der Prättigauer Staustufen durch die Repartner Produktions AG, an welcher die IBAarau AG mit 7 % beteiligt ist, konnte der langfristigen Bezug von Schweizer Wasserkraft ausgebaut und gesichert werden. Auf Kurs befindet sich der Bau des neuen Werkhofs inklusive Bürogebäude, welches Ende 2017 bezogen wird.

Hohe Beschaffungskosten im Stromgeschäft

Der Energieabsatz liegt mit 236,9 GWh um 3,5 % über dem Vorjahr. Der Absatz Netznutzung übertrifft mit 267,4 GWh das Vorjahr um 0,5 %. Das erste Halbjahr war leicht kälter als das Vorjahr, jedoch nahe dem Mittel der letzten Jahre, was sich auch in den Heizgradtagen widerspiegelt. Bemerkenswert ist die mit 44.7 GWh um über 20 % tiefere Stromlieferung aus dem eigenen Wasserkraftwerk infolge geringer Wassermenge in der Aare. Diese Minderproduktion ging einher mit tiefen Produktionsmengen aller übrigen Schweizer Wasserkraftwerke. Dies führte dazu, dass die zusätzliche Strommenge in den kalten Wintermonaten am Markt zu hohen Preisen beschafft werden musste.

Wachstumsschub für Wärme/Kälte und stabiles Gasgeschäft

Der Gasabsatz Energie liegt mit 256,2 GWh auf Vorjahreskurs, wie auch der Absatz aus Netznutzung mit 273,9 GWh. Gekoppelt mit leicht tieferen Beschaffungskosten konnte der Wärmebereich ein erfreuliches Ergebnis erzielen. Die Übernahme der Energiezentrale vom Kantonsspital Aarau führte zu einem deutlichen Umsatzanstieg von Fernwärme/Fernkälte gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den bestehenden Anlagen Kasino und Torfeld entwickelte sich Absatz dank den in den letzten Monaten angeschlossenen Liegenschaften sehr erfreulich. Der kumulierte Absatz übertraf die Erwartungen. Gleichzeitig werden weitere Investitionen für den Ausbau der bestehenden Wärmenetze und den geplanten Netzen Schachen, Telli, Goldern und Buchs getätigt.

Elektroinstallationsgeschäft in Fahrt

Der Bereich Elektroinstallationen konnte im zweiten Quartal deutlich zulegen und ein positives Resultat erwirtschaften. Der erhöhte Preisdruck auf dem Markt ist jedoch weiterhin deutlich spürbar. Die gegenwärtige Auftragslage ist allerdings gut und lässt einen positiven Jahresabschluss erwarten.

Positives Finanzergebnis

Die positive Stimmung an den Schweizer und internationalen Aktienbörsen tragen zu einem positiven Finanzergebnis bei, welches auch die zunehmende Zinslast des eingesetzten Fremdkapitals zu decken vermag.

Ausblick

IBAarau ist mit ihrem breiten Dienstleistungs- und Produkteangebot sehr gut aufgestellt um sich auch weiterhin positiv entwickeln zu können. Für das laufende Jahr wird ein ansprechendes operatives Ergebnis erwartet, welches jedoch infolge der genannten Effekte bei der Stromproduktion und Strombeschaffung leicht unter Vorjahresniveau liegen dürfte.